Elektroauto-Rechner

Berechnen Sie Reichweite, Verbrauch und Kosten Ihres Elektroautos, vergleichen Sie die Gesamtkosten mit einem Verbrenner und ermitteln Sie Ladezeiten sowie die CO₂-Bilanz. Alle Berechnungen laufen lokal in Ihrem Browser.

Fahrzeugdaten

20 kWh120 kWh
10 kWh35 kWh
5.000 km50.000 km
0 ct (PV)80 ct

Ergebnis

Reichweite (Sommer)
307 km
17,0 kWh/100km
Reichweite (Winter)
246 km
21,3 kWh/100km
Nutzbare Kapazität
52,2 kWh
90% von 58 kWh
Jahresverbrauch
2.550 kWh
bei 15.000 km/Jahr
Verbrauch:17,0 kWh/100km
Strompreis:35 ct/kWh
Kosten pro 100 km:5,95 €
Kosten pro km:5,9 ct

Jährliche Stromkosten:892,50 €
💡 Im Winter steigt der Verbrauch durch Heizung und Kälte um ca. 20–30%. Die reale Reichweite berücksichtigt 90% nutzbare Batteriekapazität.
⚠️ Alle Angaben ohne Gewähr. Die Berechnungen basieren auf Durchschnittswerten und ersetzen keine individuelle Beratung. Tatsächliche Kosten können je nach Fahrzeugmodell, Fahrverhalten, Stromtarif und Region abweichen. KfZ-Steuerbefreiung für E-Autos gilt bis 2030. Stand: 2024/2025.

Elektroauto-Kosten im Vergleich — lohnt sich der Umstieg?

Der Elektroauto-Rechner vergleicht die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) eines Elektrofahrzeugs mit einem vergleichbaren Verbrenner — inklusive Anschaffungspreis, Energiekosten, Wartung, Versicherung, Steuern und Wertverlust über die gesamte Haltedauer. Elektroautos haben in der Regel höhere Anschaffungskosten, sind aber im laufenden Betrieb deutlich günstiger. Der Break-Even-Point — der Zeitpunkt, ab dem das Elektroauto insgesamt günstiger ist — liegt je nach Modell und Fahrleistung bei 3–6 Jahren. Der Rechner ermittelt diesen Zeitpunkt individuell für Ihre Parameter.

Verbrauchskosten — Strom vs. Benzin/Diesel

Elektroautos verbrauchen je nach Modell und Fahrweise 13–22 kWh pro 100 km. Kompakte E-Autos wie der Fiat 500e liegen bei 13–15 kWh, Mittelklasse-Modelle (Tesla Model 3, VW ID.3) bei 15–18 kWh, größere SUVs bei 18–22 kWh. Die Energiekosten hängen stark vom Ladeort ab:

  • Laden zu Hause (Wallbox): Bei einem Haushaltsstrompreis von ca. 35 Cent/kWh ergeben sich Kosten von 5,25–7,00 € pro 100 km.
  • Öffentliche AC-Ladesäulen: 40–55 Cent/kWh, also 6–11 € pro 100 km.
  • Schnelllader (DC, z. B. Ionity, EnBW): 45–79 Cent/kWh — die teuerste Option, aber notwendig auf Langstrecken.
  • PV-Anlage + Wallbox: Bei Eigenverbrauch des Solarstroms sinken die Kosten auf 8–12 Cent/kWh, also unter 2 € pro 100 km — der wirtschaftlichste Fall.

Zum Vergleich: Ein Benziner mit 7 l/100 km kostet bei 1,75 €/Liter etwa 12,25 € pro 100 km, ein Diesel mit 6 l/100 km bei 1,65 €/Liter etwa 9,90 €. Selbst beim teureren öffentlichen Laden ist das Elektroauto pro Kilometer meist günstiger als ein Verbrenner.

Wartung und Verschleiß

Der Elektromotor hat nur einen Bruchteil der beweglichen Teile eines Verbrennungsmotors (ca. 20 vs. 1.400 Teile). Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Wartungskosten: Kein Ölwechsel (Ersparnis ca. 100–200 €/Jahr), keine Zündkerzen, kein Zahnriemen, kein Auspuff, kein konventionelles Schaltgetriebe, weniger Bremsenverschleiß dank Rekuperation (die Bremsen halten oft die gesamte Fahrzeuglebensdauer). Die jährlichen Wartungskosten eines Elektroautos liegen laut ADAC-Analysen 30–50 % unter denen eines vergleichbaren Verbrenners. Ein typischer Service-Intervall besteht aus Klimaanlage, Bremsflüssigkeit, Scheibenwischer und Reifenrotation — Kosten ca. 150–250 € pro Jahr.

Steuerliche Vorteile für Elektrofahrzeuge

  • Kfz-Steuer: Reine Elektrofahrzeuge sind für 10 Jahre ab Erstzulassung von der Kfz-Steuer befreit (§3d KraftStG, gilt für Zulassungen bis 31.12.2030). Danach fällt die Steuer nur nach Gewicht an — deutlich günstiger als bei Verbrennern, die auch nach Hubraum und CO₂-Ausstoß besteuert werden.
  • Dienstwagenbesteuerung: Für die private Nutzung eines elektrischen Firmenwagens werden nur 0,25 % des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert (bei Listenpreis bis 70.000 €), statt 1 % bei Verbrennern. Bei einem Listenpreis von 50.000 € bedeutet das: 125 €/Monat statt 500 € geldwerter Vorteil — eine erhebliche Steuerersparnis.
  • THG-Quote: Als E-Auto-Halter können Sie Ihre CO₂-Einsparung über die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verkaufen und erhalten dafür jährlich eine Prämie von derzeit 50–100 €. Die Beantragung erfolgt über THG-Quoten-Händler und ist in wenigen Minuten erledigt.
  • Wallbox-Förderung: Einige Bundesländer und Kommunen fördern die Installation einer Wallbox oder einer PV-Anlage mit Speicher. Informieren Sie sich über aktuelle Programme bei Ihrer Kommune oder der KfW.

Reichweite und Ladetechnik

Moderne Elektroautos bieten Reichweiten von 300–600 km nach WLTP. Im realen Betrieb (Winter, Autobahn, Klimaanlage) können 20–30 % weniger erreicht werden. Für den Alltag (Durchschnittspendler: 40 km/Tag) reicht selbst die kleinste Batterie problemlos. Auf Langstrecken ermöglichen Schnelllader mit 100–350 kW ein Nachladen von 10 % auf 80 % in 20–35 Minuten — Zeit genug für eine Kaffeepause.

Häufige Fragen zum Elektroauto

Was kostet ein Elektroauto pro 100 km?

Die Kosten pro 100 km hängen vom Verbrauch und Strompreis ab. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 17 kWh/100 km und Haushaltsstrom (35 ct/kWh) kostet das Fahren ca. 5,95 € pro 100 km. Zum Vergleich: Ein Benziner mit 7 l/100 km bei 1,75 €/l kommt auf 12,25 € pro 100 km — mehr als doppelt so teuer. Mit eigenem PV-Strom sinken die E-Auto-Kosten auf nahezu 0 €.

Wie weit kommt ein Elektroauto wirklich?

Die reale Reichweite liegt meist 10–20% unter der WLTP-Angabe. Entscheidend sind Batteriekapazität, Verbrauch und Temperatur. Ein Kompakt-E-Auto mit 58 kWh Batterie und 17 kWh/100 km Verbrauch schafft im Sommer ca. 307 km, im Winter durch Heizung und Kälte nur ca. 245 km. Die nutzbare Kapazität beträgt ca. 90% der Nennkapazität, um die Batterie zu schonen.

Ist ein Elektroauto günstiger als ein Verbrenner?

Im laufenden Betrieb ist ein E-Auto deutlich günstiger: geringere Energiekosten (Strom vs. Benzin), niedrigere Wartung (~300 €/Jahr vs. ~800 €/Jahr), keine KfZ-Steuer bis 2030 und Einnahmen aus der THG-Quote. Der höhere Kaufpreis amortisiert sich bei 15.000 km/Jahr typischerweise nach 5–8 Jahren. Über 10 Jahre sind E-Autos oft mehrere tausend Euro günstiger in den Gesamtkosten.

Wie lange dauert das Laden?

Die Ladezeit variiert stark je nach Ladeart: Schuko-Steckdose (2,3 kW): ~18 Stunden für eine 60-kWh-Batterie (10→80%). Wallbox 11 kW: ~3,8 Stunden. DC-Schnelllader 50 kW: ~50 Minuten. HPC-Lader 150 kW: ~17 Minuten. Über 80% Ladestand wird die Ladeleistung gedrosselt, daher empfiehlt sich das Laden auf 80% für die tägliche Nutzung.

Brauche ich eine Wallbox?

Eine Wallbox ist sehr empfehlenswert. Sie lädt ca. 5x schneller als eine Schuko-Steckdose und ist für Dauerbelastung ausgelegt — Schuko-Steckdosen können bei stundenlangem Laden überhitzen. 11-kW-Wallboxen kosten ca. 500–2.000 € plus Installation (500–1.500 €). Seit dem WEMoG haben auch Mieter und Wohnungseigentümer einen Anspruch auf Wallbox-Installation.

Was ist die THG-Quote?

Über die THG-Quote können E-Auto-Besitzer ihre CO₂-Einsparung an Mineralölunternehmen verkaufen. Der Erlös lag 2022/2023 bei 200–400 €/Jahr, ist aber 2024/2025 auf ca. 50–150 € gesunken. Die Abwicklung erfolgt über Online-Plattformen. Man reicht den Fahrzeugschein ein und erhält die Gutschrift nach Zertifizierung durch das Umweltbundesamt.

Ist ein E-Auto wirklich umweltfreundlicher?

Ja, trotz des CO₂-Rucksacks der Batterieproduktion (~100 kg CO₂ pro kWh Kapazität). Im Betrieb verursacht ein E-Auto mit deutschem Strommix ca. 65 g CO₂/km, ein Benziner ca. 166 g/km. Der CO₂-Break-Even — ab dem das E-Auto insgesamt klimafreundlicher ist — liegt bei ca. 50.000–70.000 km (3–5 Jahre). Mit PV-Strom oder Ökostrom verschiebt sich der Break-Even deutlich nach vorne.

Wie hoch ist die KfZ-Steuer für Elektroautos?

Elektroautos sind bis zum 31.12.2030 komplett von der KfZ-Steuer befreit (§ 3d Kraftfahrzeugsteuergesetz). Dies gilt für Erstzulassungen bis Ende 2025. Verbrenner zahlen dagegen je nach Hubraum und CO₂-Ausstoß typischerweise 80–300 €/Jahr. Die Steuerbefreiung ist ein wichtiger finanzieller Vorteil, der bei der Gesamtkostenrechnung berücksichtigt werden sollte.

Kann ich mein E-Auto mit der PV-Anlage laden?

Ja, und das ist die ideale Kombination für maximale Ersparnis und Nachhaltigkeit. Bei 15.000 km/Jahr und 17 kWh/100 km benötigen Sie ca. 2.550 kWh — eine 5-kWp-Anlage erzeugt ca. 5.000 kWh/Jahr. Mit intelligentem Lademanagement (PV-Überschussladen) können Sie 50–80% des Ladestroms solar decken. Nutzen Sie dazu unseren Photovoltaik-Rechner.