Sparrechner
Sparplan berechnen, Zielsumme ermitteln, Entnahmeplan simulieren und Szenarien vergleichen — mit Zinseszins, 72er-Regel, Sparquoten-Check und Notgroschen-Rechner. Kostenlos und ohne Registrierung.
📊 Wachstumskurve
📋 Wachstumstabelle
| Jahr | Einzahlungen | Zinsen (Jahr) | Zinsen (Gesamt) | Kapital |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 7.400,00 € | +370,00 € | +370,00 € | 7.770,00 € |
| 2 | 9.800,00 € | +508,50 € | +878,50 € | 10.678,50 € |
| 3 | 12.200,00 € | +653,93 € | +1.532,42 € | 13.732,43 € |
| 4 | 14.600,00 € | +806,62 € | +2.339,05 € | 16.939,05 € |
| 5 | 17.000,00 € | +966,95 € | +3.306,00 € | 20.306,00 € |
| 6 | 19.400,00 € | +1.135,30 € | +4.441,30 € | 23.841,30 € |
| 7 | 21.800,00 € | +1.312,06 € | +5.753,36 € | 27.553,36 € |
| 8 | 24.200,00 € | +1.497,67 € | +7.251,03 € | 31.451,03 € |
| 9 | 26.600,00 € | +1.692,55 € | +8.943,58 € | 35.543,58 € |
| 10 | 29.000,00 € | +1.897,18 € | +10.840,76 € | 39.840,76 € |
🧰 Weitere Tools
📐 72er-Regel
Wie schnell verdoppelt sich Ihr Kapital?
💰 Sparquoten-Check
Wie viel vom Einkommen sparen Sie?
🛡️ Notgroschen-Rechner
Empfohlene Rücklage für Notfälle
Sparrechner — Vermögensaufbau mit System planen
Der Sparrechner berechnet, wie sich regelmäßige Sparraten über die Zeit entwickeln — unter Berücksichtigung von Zinseszins, Steuern und Inflation. Er beantwortet die zentrale Frage jedes Sparplans: Wie viel Vermögen baue ich auf, wenn ich monatlich einen bestimmten Betrag zurücklege? Alternativ lässt sich rückwärts rechnen: Welche monatliche Sparrate benötige ich, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen?
Die Mathematik des Zinseszinseffekts
Der Zinseszins ist das Fundament jedes langfristigen Sparplans. Die Formel für einen Sparplan mit regelmäßigen Einzahlungen lautet:
Endkapital = Sparrate × ((1 + r)^n − 1) / r
Dabei ist r der monatliche Zinssatz (Jahreszins ÷ 12) und n die Anzahl der Monate. Wer 30 Jahre lang monatlich 200 € bei 5 % Rendite spart, zahlt insgesamt 72.000 € ein, erhält aber rund 167.000 € — der Zinseszins verdoppelt den Einsatz. Besonders bemerkenswert: In den ersten 10 Jahren erwirtschaften die Zinsen nur etwa 14.000 €, in den letzten 10 Jahren dagegen über 70.000 €. Der Effekt ist exponentiell — jedes weitere Jahr zählt überproportional.
Sparerpauschbetrag und steuerliche Optimierung
Kapitalerträge bis 1.000 € pro Person (2.000 € bei zusammenveranlagten Ehepaaren) sind durch den Sparerpauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG steuerfrei. Darüber hinaus fällt die Abgeltungssteuer von 25 % an, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Steuer) und ggf. Kirchensteuer — der effektive Steuersatz beträgt somit 26,375 % ohne bzw. bis zu 27,995 % mit Kirchensteuer.
Wichtig: Richten Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag ein, um den Sparerpauschbetrag automatisch zu nutzen. Dieser kann auf mehrere Banken aufgeteilt werden, darf aber in der Summe den Freibetrag nicht überschreiten. Bei thesaurierenden Fonds (z. B. ETFs) wird seit der Investmentsteuerreform 2018 eine Vorabpauschale fällig, die den Sparerpauschbetrag schmälert.
Sparziele realistisch definieren
Unterschiedliche Sparziele erfordern unterschiedliche Strategien und Anlageformen:
- Notgroschen (3–6 Monatsgehälter): Kurzfristig verfügbar auf Tagesgeldkonto. Priorität: Sicherheit und Liquidität, nicht Rendite.
- Mittelfristige Ziele (3–7 Jahre): Neues Auto, Hochzeit, Weltreise. Festgeld oder konservative Mischfonds bieten einen Kompromiss aus Sicherheit und Rendite.
- Altersvorsorge (15+ Jahre): ETF-Sparpläne auf breit diversifizierte Indizes (MSCI World, FTSE All-World) bieten historisch 6–8 % Durchschnittsrendite. Die 50-30-20-Regel empfiehlt, 20 % des Nettoeinkommens zu sparen.
- Immobilienkauf: Eigenkapital von mindestens 20 % plus Nebenkosten ansparen. Bausparverträge sichern aktuelle Zinsen für die Zukunft.
Inflation — der stille Vermögenskiller
Bei einer durchschnittlichen Inflation von 2 % verliert Geld jährlich rund 2 % seiner Kaufkraft. Die Formel lautet: Reale Kaufkraft = Nominalbetrag ÷ (1 + Inflation)^Jahre. In 30 Jahren hat ein Euro dann nur noch die Kaufkraft von etwa 55 Cent. Deshalb ist die reale Rendite (Nominalrendite minus Inflation) die entscheidende Kennzahl. Sparanlagen mit 1 % Zinsen bei 2 % Inflation führen trotz nominaler Erträge zu einem jährlichen Kaufkraftverlust von 1 %. Der Sparrechner zeigt Ihnen beide Perspektiven — nominal und real — damit Sie fundierte Entscheidungen treffen können.
Sparplan vs. Einmalanlage
Ein monatlicher Sparplan hat gegenüber einer Einmalanlage den Vorteil des Cost-Average-Effekts: Bei schwankenden Kursen kaufen Sie automatisch mehr Anteile, wenn die Preise niedrig sind, und weniger, wenn sie hoch stehen. Statistisch schlägt eine Einmalanlage den Sparplan in etwa zwei Dritteln der Fälle — aber der Sparplan reduziert das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts erheblich und ist psychologisch leichter durchzuhalten.
Häufige Fragen zum Sparrechner
Was ist ein Sparplan?
Ein Sparplan ist eine regelmäßige Geldanlage, bei der Sie monatlich einen festen Betrag investieren. Durch den Zinseszinseffekt wächst Ihr Kapital über die Jahre exponentiell. Sparpläne eignen sich besonders für den langfristigen Vermögensaufbau — schon kleine monatliche Beträge von 50–200 € können über 20–30 Jahre ein beachtliches Vermögen aufbauen.
Wie funktioniert der Zinseszinseffekt beim Sparen?
Beim Zinseszins werden die Zinserträge dem Kapital zugeschlagen und in der nächsten Periode mitverzinst. Je länger die Laufzeit und je häufiger die Zinsgutschrift (monatlich, quartalsweise, jährlich), desto stärker wirkt der Effekt. Beispiel: 200 € monatlich bei 7% Rendite ergeben nach 30 Jahren rund 228.000 € — bei nur 72.000 € Einzahlungen.
Was ist die 72er-Regel?
Die 72er-Regel ist eine Faustformel: Teilen Sie 72 durch den Zinssatz, um die ungefähre Verdopplungszeit Ihres Kapitals zu berechnen. Bei 6% Rendite verdoppelt sich Ihr Kapital in ca. 12 Jahren (72 ÷ 6). Bei 3% dauert es ca. 24 Jahre. Diese Regel funktioniert gut für Zinssätze zwischen 2% und 15%.
Wie viel sollte man monatlich sparen?
Finanzexperten empfehlen eine Sparquote von 10–20% des Nettoeinkommens. Unter 10% gilt als gering, über 20% als sehr gut. Die 50-30-20-Regel schlägt vor: 50% für Bedürfnisse, 30% für Wünsche und 20% für Sparen. Wichtig ist, überhaupt regelmäßig zu sparen — auch kleine Beträge summieren sich über die Zeit.
Was ist ein Notgroschen und wie hoch sollte er sein?
Ein Notgroschen ist eine Rücklage für unerwartete Ausgaben wie Autoreparaturen, Arztrechnungen oder Jobverlust. Die Empfehlung liegt bei 3–6 Monatsausgaben. Bei monatlichen Ausgaben von 2.000 € wären das 6.000–12.000 €. Der Notgroschen sollte schnell verfügbar sein (z.B. Tagesgeldkonto).
ETF-Sparplan vs. Tagesgeld vs. Sparbuch — was lohnt sich mehr?
Historisch bringen ETF-Sparpläne (ca. 7% p.a.) deutlich mehr Rendite als Tagesgeld (ca. 2–3%) oder Sparbücher (ca. 0,5%). Bei 200 € monatlich über 20 Jahre: ETF ca. 98.000 €, Tagesgeld ca. 64.000 €, Sparbuch ca. 50.000 €. ETFs sind jedoch mit Schwankungen verbunden und eignen sich eher für lange Anlagezeiträume.
Was ist ein Entnahmeplan?
Ein Entnahmeplan ist das Gegenstück zum Sparplan: Sie entnehmen regelmäßig Geld aus einem vorhandenen Kapital. Solange die Zinserträge die Entnahmen übersteigen, wächst das Kapital weiter (ewige Rente). Die 4%-Regel besagt, dass Sie jährlich 4% des Startkapitals entnehmen können, ohne dass es in ca. 30 Jahren aufgebraucht wird.
Welchen Unterschied macht das Zinsintervall?
Je häufiger Zinsen gutgeschrieben werden, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Monatliche Verzinsung bringt etwas mehr als jährliche, da die Zinsen früher mitverzinst werden. Der Unterschied ist bei höheren Zinssätzen und längeren Laufzeiten stärker ausgeprägt.