Zinsrechner

Zinseszins, Sparplan und Entnahmeplan berechnen — mit Abgeltungssteuer, Sparerpauschbetrag, Kirchensteuer, Inflationsbereinigung und Szenario-Vergleich. Kostenlos und ohne Registrierung.

⚙️ Eingaben

📊 Ergebnis

Endkapital
31.056,46 €
Eigenbeiträge
24.000,00 €
Zinserträge
7.056,46 €
Einzahlungen vs. Zinserträge
77%
23%
EinzahlungenZinserträge

📈 Kapitalentwicklung

📋 Jahresübersicht

⚠️ Haftungsausschluss

Dieser Zinsrechner dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Die Berechnungen basieren auf vereinfachten Modellen und können von tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Steuerliche Aspekte wie Vorabpauschale, Teilfreistellung oder persönlicher Steuersatz werden nicht berücksichtigt. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater oder Finanzberater. Alle Angaben ohne Gewähr.

Wie funktioniert der Zinsrechner?

Der Zinsrechner berechnet die Entwicklung Ihres Kapitals unter Berücksichtigung von Zins und Zinseszins. Die grundlegende Formel für Zinseszins lautet: Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz/100)^Laufzeit. Bei monatlicher Verzinsung wird der Jahreszins durch 12 geteilt und die Anzahl der Perioden entsprechend multipliziert.

Einmalanlage vs. Sparplan

Bei einer Einmalanlage investieren Sie einen Betrag einmalig und lassen ihn über die Laufzeit wachsen. Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass Ihr Kapital exponentiell steigt — je länger die Laufzeit, desto stärker der Effekt. Bei einem Sparplan zahlen Sie regelmäßig (meist monatlich) einen festen Betrag ein. Hier wirkt der Zinseszins auf jede einzelne Rate, wobei frühere Raten stärker vom Effekt profitieren als spätere.

Abgeltungssteuer in Deutschland

Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag (insgesamt 26,375 %). Kirchensteuerpflichtige zahlen zusätzlich 8 % oder 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer. Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person (2.000 € bei Zusammenveranlagung) — Erträge bis zu dieser Grenze sind steuerfrei.

Inflationsbereinigung

Die nominale Rendite gibt den reinen Zinsertrag an. Die reale Rendite berücksichtigt zusätzlich die Inflation und zeigt die tatsächliche Kaufkraftentwicklung. Bei einer Inflation von beispielsweise 2,5 % und einem Zinssatz von 4 % beträgt die reale Rendite nur etwa 1,5 %. Langfristig ist die inflationsbereinigte Betrachtung entscheidend für die Bewertung einer Geldanlage.

Häufige Fehler bei der Zinsberechnung

  • Nominalzins vs. Effektivzins: Der Nominalzins gibt den reinen Zinssatz an, der Effektivzins berücksichtigt zusätzlich Zinseszinseffekte und Gebühren.
  • Steuern vergessen: Die Abgeltungssteuer reduziert den Ertrag erheblich — rechnen Sie immer nach Steuern.
  • Inflation ignorieren: Ein Zinssatz unter der Inflationsrate bedeutet realen Kaufkraftverlust.
  • Gebühren nicht einrechnen: Depot- und Transaktionsgebühren schmälern die Rendite, besonders bei kleinen Anlagebeträgen.

Für wen ist der Zinsrechner geeignet?

Der Zinsrechner ist nützlich für alle, die eine Geldanlage planen — ob Tagesgeld, Festgeld, ETF-Sparplan oder Bausparvertrag. Er hilft beim Vergleich verschiedener Anlagestrategien und zeigt, wie sich Startkapital, Sparrate, Zinssatz und Laufzeit auf das Endergebnis auswirken. Besonders wertvoll ist der Vergleichsmodus, der verschiedene Zinssätze nebeneinander darstellt.

Häufige Fragen zum Zinsrechner

Was ist der Zinseszinseffekt?

Beim Zinseszins werden die Zinsen am Ende jeder Periode dem Kapital zugeschlagen. In der nächsten Periode werden dann auch auf die bereits gutgeschriebenen Zinsen erneut Zinsen berechnet. Über lange Zeiträume führt dieser Effekt zu exponentiellem Wachstum — Albert Einstein soll ihn als „achtes Weltwunder" bezeichnet haben.

Was ist der Sparerpauschbetrag?

Der Sparerpauschbetrag ist ein jährlicher Freibetrag für Kapitalerträge. Seit 2023 beträgt er 1.000 € für Ledige und 2.000 € für Verheiratete. Zinsen, Dividenden und Kursgewinne bis zu dieser Grenze bleiben steuerfrei. Darüber hinaus fällt die Abgeltungssteuer von 25% plus 5,5% Solidaritätszuschlag an.

Wie hoch ist die Abgeltungssteuer auf Zinsen?

Die Abgeltungssteuer beträgt 25% auf Kapitalerträge. Dazu kommen 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Steuer, was einen effektiven Steuersatz von 26,375% ergibt. Bei Kirchensteuerpflicht wird die Bemessungsgrundlage leicht reduziert, sodass der Gesamtsteuersatz etwas anders ausfällt.

Was ist besser — Einmalanlage oder Sparplan?

Eine Einmalanlage profitiert sofort vom vollen Zinseszinseffekt und bringt bei gleicher Gesamteinzahlung mehr Rendite. Ein Sparplan hat den Vorteil, dass man regelmäßig kleinere Beträge investiert und nicht den gesamten Betrag auf einmal aufbringen muss. Die Kombination aus beidem ist oft die beste Strategie.

Wie lange reicht mein Kapital bei regelmäßigen Entnahmen?

Das hängt vom Startkapital, der monatlichen Entnahme und dem Zinssatz ab. Wenn die jährlichen Zinserträge die Entnahmen übersteigen, wächst das Kapital sogar weiter (ewige Rente). Als Faustregel gilt die 4%-Regel: Bei einer jährlichen Entnahmerate von 4% des Startkapitals reicht das Geld bei durchschnittlicher Rendite etwa 30 Jahre.

Wie wirkt sich Inflation auf meine Ersparnisse aus?

Inflation reduziert die Kaufkraft Ihres Geldes. Bei 2% Inflation hat 1 Euro nach 10 Jahren nur noch eine Kaufkraft von etwa 82 Cent. Deshalb ist es wichtig, die reale Rendite zu betrachten: Liegt der Zinssatz bei 5% und die Inflation bei 2%, beträgt die reale Rendite nur ca. 3%.

Welchen Unterschied macht die Zinsperiode?

Je häufiger Zinsen gutgeschrieben werden, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Bei monatlicher Verzinsung erhalten Sie etwas mehr als bei jährlicher, da die Zinsen bereits unterjährig wieder Zinsen erwirtschaften.

Was ist die 72er-Regel?

Die 72er-Regel ist eine Faustformel: Teilen Sie 72 durch den Zinssatz, um die ungefähre Verdopplungszeit Ihres Kapitals zu berechnen. Bei 6% Rendite verdoppelt sich Ihr Kapital in ca. 12 Jahren (72 ÷ 6). Bei 3% dauert es ca. 24 Jahre.